|
Auch im Fachbereich Geschichtlich-soziale Weltkunde haben außerschulische Lernorte eine besondere Bedeutung. Im Geschichtsunterricht der Klassen 9 und 10 bilden die Themen „Nationalsozialismus“ und der „Holocaust“ einen besonderen Schwerpunkt.
Die Konfrontation mit der Regionalgeschichte im Landkreis Grafschaft Bentheim findet vor allem über verschiedene Dokumentation jüdischen Lebens in der Grafschaft Bentheim sowie anhand von Zeitungsmaterialien der Grafschafter Nachrichten statt.
In Berlin wurden wiederholt Stätten besucht, die das menschenverachtende Regime des Nationalsozialismus dokumentieren bzw. widerspiegeln (Neues Jüdisches Museum, Neue Synagoge an der Oranienburger Straße, Gedenkstätte Plötzensee, Gedenkstätte Bendler-Block, Holocaust-Gedenkstätte mit Ort der Erinnerung, Deutscher Bundestag im Reichstagsgebäude mit Fotodokumentation).
Vor Ort beteiligt sich die Schule an der Ausgestaltung des Volkstrauertages der Samtgemeinde Uelsen. Im November 2005 wurde erstmals von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 ein Totengedenken gesprochen. Im Unterricht und zu Gedenktagen werden wiederholt die Biographien der jüdischen Uelser Familien Vos und Vorsanger vorgestellt. Sie gehörten zur jüdischen Gemeinde Neuenhaus. Aus diesem Grund wurde mehrmals eine außerschulische Begegnung mit jüdischen Erinnerungsorten durchgeführt (Denkmal auf dem Mühlenberg in Uelsen, Standort der Neuenhauser Synagoge an der Klinkhamerstraße, der jüdische Friedhof in der ehemaligen Gemeinde Hilten, jetzt Neuenhaus, Wohngebäude ehemaliger jüdischer Mitbürger mit dem Ort der Deportation im Jahre 1942).
|